Liebe Berliner BoulespielerInnen,

es gibt viele Aufrufe zu materiellen Spenden für die wachsende Zahl der Flüchtlinge in unserem Land. Und es gibt Aufrufe für etwas nicht weniger Wichtiges: den Flüchtlingen Aufmerksamkeit, Zeit, Abwechslung und Integration in einen neuen Alltag zu spenden. Ich möchte eine Anregung geben, was wir als Boulespieler(innen) dazu beitragen können: Wir könnten Flüchtlinge zu gemeinsamen Bouletagen einladen.

In fast jedem Bezirk (oder bezirksnah) gibt es Unterkünfte bzw. Initiativen, zu denen man Kontakt aufnehmen und dort nach Interesse fragen kann. Es müssten sich jeweils einige Freiwillige finden, die sechs, zehn oder zwölf Flüchtlinge abholen und mit ihnen einen Tag auf dem Bouleplatz verbringen, ihnen das Spiel zeigen, mit ihnen plaudern, sie anschließend natürlich auch in ihre Unterkünfte zurückbringen. Vielleicht ist es zusätzlich möglich, ein paar Euro zusammenzulegen, um sie nach dem oder beim gemeinsamen Spiel zu einem Imbiss einzuladen.

Da die warmen Tage weniger werden und es natürlich zuvor Absprachen braucht (mit den Unterkünften bzw. Flüchtlingsinitiativen, aber auch in den Vereinen, wer sich beteiligen will), müsste dies – wenn ihr die Idee unterstützen wollt – möglichst kurzfristig angepackt werden. Vielleicht finden sich noch ein oder zwei Tage in den Septemberwochen, an denen der eine oder andere Verein das bezirklich anbieten kann, und ebenso Leute, die – am besten tagsüber bzw. nachmittags – Zeit und Lust dazu hätten?

Als Landesverband können wir das anregen, geschehen aber kann es nur in eigener Regie und mit eigenem Engagement von Mitgliedsvereinen des LPVB. Ich würde mich freuen, wenn ihr das in eurem jeweiligen Verein besprechen könntet – und hier oder da etwas zustande kommt (gerne mit kurzer Info zurück).

Für den LPVB-Landesvorstand

Martin