LPVB Kopf

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Gemeinsam anstatt gegeneinander! Wir brauchen uns gegenseitig!

In den letzten 12 Monaten ist in unserem Landesverband so einiges passiert, sowohl personelle Veränderungen im Landesverband, also auch in den Vereinen. Ich habe viele Gespräche mit Spieler*innen aus den verschiedenen Vereinen geführt und mir ihre Kritik, Sorgen und auch Vorstellungen nicht nur meiner Arbeit als Sportwart im Landesverband angehört.
Dabei musste ich feststellen, dass es viele Baustellen gibt, die es zu beheben gilt, aber wir uns selbst durch unsere Ängste behindern, etwas zu ändern. Man könnte sonst gewisse Privilegien verlieren! Sei es auf Vereinsebene, Landesverbandsebene oder auch auf Bundesverbandsebene!
Bestes Beispiel ist das Thema „Diversität“. Welches zu hässlichen Kommentaren in den sozialen Medien geführt hat und das so sehr, dass unsere ehemalige DPV- Beauftragte für Diversität und Gleichstellung Naira-Ana Weissgerber das Handtuch geworfen hat.
Aber dies ist nur ein Thema von vielen. Ein anderes Thema was mich sehr beschäftigt, ist zum Beispiel die Arbeit im Landesverband und der Vereine, wie man diese verbessern sowie transparenter gestalten kann. Aber wie wir es schaffen, auch jüngere Spieler*innen in Bezug für die Arbeit im LPVB oder in den Vereinen gewinnen zu können! Eins sollte uns allen klar sein, dass wir die zukünftigen Aufgaben, die in den Vereinen und auch im Landesverband auf uns zukommen Stichwort „Altersstruktur, Jugendarbeit“ nur gemeinsam bewältigen können, indem wir versuchen neue Wege zu gehen, keine Angst vor Veränderungen haben und auch alte Strukturen versuchen aufzubrechen. Anstatt Kritik zu üben, sollten wir selbst mit gutem Beispiel voran gehen und etwas versuchen zu bewegen bzw. mit anzupacken. Auch ich muss mir eingestehen, dass ich nicht immer in diesem Sinne gehandelt habe und so manches Mal mit meinem Handeln oder Äußerungen vielleicht übers Ziel hinausgeschossen bin, weil ich nicht zugehört habe oder ich mich persönlich angegriffen fühlte, über sportliche Themen zu reden, oder allen gerecht zu werden. Anstatt miteinander zu reden, schauen wir in letzter Zeit zu oft auf die Dinge, die wir verlieren könnten. Ob aus Angst unser Gesicht zu verlieren oder gar aus Machtinteressen, die uns gewisse Positionen verleihen. Leider leben wir im in Zeiten von großen Veränderungen und Problemen. Gerade deswegen ist es mir ein Anliegen, dass wir versuchen, wieder enger als Gemeinschaft zusammenrücken und uns den Problemen stellen, die auf uns alle warten.
Denn wenn wir aufhören aufeinander zuzugehen und uns zuhören, werden wir über kurz oder lang in allen Bereichen des Zusammenlebens scheitern, da wir uns der Fähigkeit berauben voneinander lernen zu wollen und versuchen unsere Umgebung positiver zu gestalten. Denn nur so meistern wir die Themen die wichtig sind.
Ich würde mich sehr freuen, wenn wir alle versuchen, wieder ein Stück weit näher zusammenkommen und uns auf Augenhöhe begegnen, sowie Erfahrungen austauschen, Lösungsansätze für Probleme versuchen zu finden. Vor allem aber sollten wir den Mut haben, aufeinander zuzugehen und voneinander zu lernen, statt uns gegenseitig zu kritisieren! Diesen Fehler habe ich ein ums andere Mal gemacht und dadurch verliert man mehr, als dass man etwas gewinnt. Jeder von uns liebt den Pétanque-Sport, da dieser für Werte steht, die leider etwas verloren gehen in der heutigen Zeit, wie etwa Respekt, Offenheit, Ehrlichkeit, Toleranz, Mitgefühl!
Warum schreibe ich das fragt ihr euch sicherlich!? Weil es mir wichtig ist, dass der Landesverband auf eine gesunde und funktionierende Basis zurückgreifen kann, die den organisierten Boulesport (Ligaspielbetrieb, Landesmeisterschaften, Qualis zu den DM´s) auf die nächsten Jahre hinaus sicherstellt. Dazu braucht es aber die Mithilfe aller Spieler*innen und Vereine, um das hinzubekommen.
Wir sind ein kleiner Landesverband in einer Randsportart, aber genau das ist unsere gemeinsame Chance zu zeigen, da wir flexibel auf die Anforderungen unserer Zeit schneller und gezielter reagieren können und das Veränderungen was bewirken, wenn wir nur wollen und das im positiven Sinne!
Anpacken und machen, anstatt nur Stammtischparolen zu gröhlen sollte die Devise sein und unser kleines Bouleuniversum wieder etwas lebenswerter zu gestalten!
Tom Krupke